Trotz des weit verbreiteten Umweltbewusstseins landet viel Müll, auch unabsichtlich, an den Straßenrändern, in Wäldern, Wiesen und Gewässern – ein für uns alle deutliches Zeichen für den falschen Umgang mit unseren Ressourcen.
Die Initiative Let’s Clean Up Europe ruft das ganze Jahr über zu Müllsammelaktionen in Dörfern, Städten, Schulen und Vereinen in Deutschland und ganz Europa auf. Die Initiative sendet auf diese Weise eine starke Botschaft dahingehend, dass Umweltverschmutzung alle angeht.
Der Fotowettbewerb 2025
Alle zwei Jahre lobt Let’s Clean up Europe einen Fotowettbewerb aus. Ziel des Wettbewerbs ist es, deutschlandweit das Engagement von Müllsammelaktionen zu würdigen.
Seit April 2025 war der Wettbewerb ausgeschrieben, insgesamt 44 großartige Zusendungen hat das Team von LCUE erhalten. Auch wenn es der Jury, bestehend aus Mitarbeitenden der VKU-Abfallsparte und dem UBA, nicht leichtgefallen ist, aus den vielen beeindruckenden Einsendungen die besten auszuwählen – die Gewinnerinnen und Gewinner stehen nun fest.
Fotos: oben: EDG Dortmund, mittlere Reihe v.l.n.r.: Verena Löber (Blockblocks), Margareta Jung, Nadine Greiter, unten v.l.n.r.: Fabian Braukhoff, Susanne Mönig (Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim), Laura-Ann Leibold, Sven Myja (Mission Clean(it)up Ruhrgebiet)
- Platz – CleanUpDO
Die Aktion des Helmholtz-Gymnasiums, organisiert von der EDG Dortmund, erfolgte im Rahmen der Stadtsäuberungsaktion „cleanupDO“, die jedes Jahr von der EDG geplant, organisiert und finanziert wird. Das Foto selbst stammt aus einer von insgesamt 218 angemeldeten Sammlungen und steht stellvertretend für die knapp 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser insgesamt 218 Sammelaktionen, die Dortmund im März 2025 von illegalen Müllablagerungen befreit haben.
Die Jury wollte neben der künstlerischen Qualität des Fotos auch den Einsatz der Schülerinnen und Schüler des Helmholtz-Gymnasiums aus der Dortmunder Nordstadt würdigen. Das Viertel ist der multikulturelle Schmelztiegel der Stadt mit einer sehr hohen Bevölkerungsdichte. Leider haben die Anwohnerinnen und Anwohner dieses Stadtteils stark mit illegalen Müllablagerungen zu kämpfen. Die 340 Schülerinnen und Schüler haben dort 2247 Kilogramm Müll gesammelt und das Viertel ein Stück weit sauberer gemacht – und damit auch ihre Umgebung für Müllvermeidung sensibilisiert.
- Platz – BlockBlocks Clean Up am Rheinufer
Der Beitrag hat die Jury mit der kreativen Umsetzung eines Clean Ups am Rhein überzeugt: Es entstand ein Kunstwerk, das eindrucksvoll die Botschaft über Müll in der Nahrungskette vermittelt. - Platz – Zwei Spürnasen unterwegs
Hier hat das kontinuierliche Sammeln von Müll während der Spaziergänge mit dem Hund beeindruckt und gezeigt, dass Clean Ups auch im kleinen Rahmen sehr wirksam sind. - Platz – Tag ohne Kippen in Karben
Eine einzelne Person hat 450 Zigarettenstummel an einem Bahnhof gesammelt und damit das Bewusstsein für eine saubere Umwelt und korrekte Entsorgung geschafft. - Platz – Draisinen Clean Up
Aus einer Draisinenfahrt zu zweit wurde angesichts des herumliegenden Mülls spontan eine Clean Up-Aktion, bei der direkt vor Ort mit bloßen Händen und völlig ohne Ausrüstung Müll gesammelt wurde. Ein Beispiel für spontanen Einsatz im Moment, wo es nötig war. - Platz – Kreisputzete
Rund 9000 Helfende haben im Regen fast sieben Tonnen Abfall gesammelt und gezeigt, wie Umweltbewusstsein in der Gemeinschaft gelebt werden kann. - Platz – Clean Up GMS Gebhard
Die Schülerinnen und Schüler der GMS Gebhard in Konstanz haben nach einem Clean up mit ihren Körpern das Wort „Müll“ im Schulhof nachgebildet. Die Aktion ist ein starkes visuelles Statement für aktiven Umweltschutz. - Platz – Mission Clean(it)up Ruhrgebiet – CleanUp im Emscherbruch in Herten
Die Teilnehmenden haben nach dem Ende des eigentlich an diesem Tag geplanten Clean up zusätzlich noch rund zehn Kubikmeter Kabel gefunden und komplett geborgen. Das eingereichte Bild macht den Beitrag zu einem inspirierenden Beispiel für Durchhaltevermögen und den gemeinschaftlichen Großeinsatz.
Wir gratulieren allen Gewinnerinnen und Gewinnern – und bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden an Clean up-Aktionen!
Bitte beachten Sie auch: Aufräumaktionen am falschen Ort und zur falschen Zeit können Wildtiere stören. Im Infoblatt „Sammeln und Schützen“ des Bundesumweltministeriums, NABU und VKU finden Sie entsprechende Hinweise.
