Starke Aktionen zur Abfallvermeidung müssen weder groß noch teuer sein – das zeigen die Aktionen zur Abfallvermeidung im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV) in jedem Jahr eindrucksvoll. Am 6. Mai 2026 wurden nun auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien IFAT in München die sechs besten Projekte der EWAV 2025 feierlich ausgezeichnet.
Mehr als 1.100 Aktionen hatten sich insgesamt allein in Deutschland an der jährlichen Aktionswoche 2025 zum Schwerpunktthema „Vermeidung von Elektroschrott“ beteiligt. In Europa waren es weit mehr als 13.000 Aktionen. Ziel der EWAV ist es, alljährlich unter einem anderen Schwerpunktthema zu kreativen, alltagstauglichen und übertragbaren Ideen anzuregen, wie Abfälle im Alltag wirksam vermieden werden können.
Die Laudatoren Dr. Alexander Janz vom Umweltbundesamt und Dr. Hans-Peter Obladen, Vorsitzender des VKU-Fördervereins für Abfallwirtschaft und Stadtsauberkeit VKS e. V., lobten die Kreativität und Praxisnähe der eingereichten Aktionen und betonten die Relevanz der Abfallvermeidung – und hier insbesondere der Vermeidung von Elektroschrott – für Ressourcenschutz und Klimaschutz.
Jeweils 1.000 Euro gingen an die Erstplatzierten, 300 Euro an die Zweitplatzierten und 200 Euro an die Drittplatzierten.

Preise in der Kategorie „Bildungseinrichtungen“
Den ersten Preis in der Kategorie Bildungseinrichtungen erhielt das Gymnasium Paderborn für die Aktion „Elektroschrott: Bewusst konsumieren“. Die Schule zeigte praxisnah, wie bewusster Konsum, eine längere Nutzung sowie die richtige Entsorgung von Elektrogeräten zur Abfallvermeidung beitragen können.
Der zweite Preis ging an den Mobilen Escape Room des Abfallwirtschaftsbetriebs Dithmarschen (AWD). Das interaktive Bildungsformat vermittelt spielerisch Wissen rund um Abfallvermeidung und Ressourcenschutz und erreicht insbesondere junge Zielgruppen auf innovative Weise.
Mit dem dritten Preis zeichnete die Jury die Aktion „Alle satt“ der KKA GmbH aus. Das Projekt thematisiert die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung entlang der Versorgungskette und sensibilisiert für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln.

Preise in der Kategorie „Alle weiteren Akteure“
In der Kategorie Alle weiteren Akteure ging der erste Preis an den Bergischen Abfallwirtschaftsverband für die Aktion „Elektroaltgeräte: Rohstoffe der Zukunft“. Das Projekt machte anschaulich, welche wertvollen Ressourcen in alten Elektrogeräten stecken und wie Wiederverwendung und Recycling zur Abfallvermeidung beitragen können.
Den zweiten Preis erhielt die Abfallwirtschaftsgesellschaft Landkreis Vechta für die Aktion „Reanimate your Tech“. Mit humorvollen Instagram‑Reels vermittelte sie während der Aktionswoche niedrigschwellig, verständlich und aufmerksamkeitsstark Tipps zur Reparatur und längeren Nutzung von Elektrogeräten.
Der dritte Preis ging an die GWR Frankfurt für die Aktion „Batterie: Kleines Ding – große Sache“, die über die richtige Nutzung und Entsorgung von Batterien informiert und damit einen wichtigen Beitrag zur Abfallvermeidung und zum Umweltschutz leistet.
Nachhaltig bis ins Detail
Ganz im Sinne der Abfallvermeidung war auch die Preisverleihung nachhaltig gestaltet: Die Preisträgerinnen und Preisträger erhielten ihre Urkunden in upgecycelten Bilderrahmen sowie kleine Bäumchen statt Blumensträußen – als konsequentes Zeichen dafür, dass Abfallvermeidung auch bei Veranstaltungen gelebt werden kann.
In diesem Jahr findet die EWAV vom 21. bis 29. November statt und widmet sich dem Thema Ressourcenschonung unter dem Motto: „Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.“
Die EWAV wird koordiniert vom Verband kommunaler Unternehmen e. V., gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz und fachlich beraten vom Umweltbundesamt. Finanziell unterstützt wird der Preis für die beste Aktion zur Abfallvermeidung vom VKU‑Förderverein für Abfallwirtschaft und Stadtsauberkeit VKS e. V.
Weitere Informationen: www.wochederabfallvermeidung.de